BKK Axel Springer
Die BKK Axel Springer verlangte seit dem 1. Januar 2010 einen Zusatzbeitrag in Höhe von acht Euro im Monat. Der Betrag wurde pauschal von den Mitgliedern erhoben und war somit unabhängig vom Einkommen. Die BKK Axel Springer ist zum 1. Janaur 2012 mit der DAK und der BKK Gesundheit zur DAK Gesundheit fusioniert. Ab April 2012 wird der Zusatzbeitrag von acht Euro monatlich voraussichtlich abgeschafft.
Informationen zum Zusatzbeitrag
Das Defizit im Finanzhaushalt des Gesundheitswesens wird immer größer und die Kosten für Arzneimittel, Ärzte und Krankenhäuser steigen. Wenn eine Krankenkasse nicht mehr auf eigene finanzielle Rücklagen zurückgreifen kann, ist sie berechtigt, einen Zusatzbeitrag einzuführen. Am 15. Februar genehmigte das Bundesversicherungsamt den Zusatzbeitrag der BKK Axel Springer. Die Krankenkasse sah den Zusatzbeitrag als letzte Möglichkeit, um nicht das Leistungsangebot für seine Versicherten einschränken zu müssen. Ab April 2012 müssen die Versicherten der BKK Axel Springer wohl nicht mehr mit Zusatzbeiträgen von acht Euro monatlich rechnen, denn durch die Fusion zur DAK Gesundheit konnte der Finanzhaushalt der Betriebskrankenkasse maßgeblich gestärkt werden.
Sonderkündigungsrecht
Die BKK Axel Springer stand vor der Fusion zur DAK Gesundheit nur Mitarbeitern der Axel Springer AG offen und zählte mit etwas weniger als 1000 Mitgliedern zu den kleineren Krankenkassen Deutschlands. Jedem Mitglied der BKK Axel Springer stand die Möglichkeit offen, bis zum 15. April 2010 von seinem Sonderkündigungsrecht Gebrauch zu machen. Mitgliedern, die einen Wahltarif gewählt haben, stand eine Kündigung aufgrund der dreijährigen Mindestversicherungszeit nicht zu.
Zahlung des Zusatzbeitrags
Die Zahlung der zusätzlichen Summe war stets zum 15. des Folgemonats nach Quartalsende fällig. Da die Krankenkasse nur den Mitarbeitern der Axel Springer AG offen steht, bestand die Möglichkeit, den Zusatzbeitrag direkt über die monatliche Gehaltsabrechnung einziehen zu lassen, sofern Krankenkasse und Unternehmen diese Vereinbarung getroffen hatten.