Zusatzbeitrag Barmer GEK

Mit ihren 8,5 Millionen Versicherten hat die Barmer GEK einen Marktanteil von rund zwölf Prozent der gesetzlichen Krankenversicherung und gehört zu den 30 umsatzstärksten Unternehmen der Republik. Daher erscheint ihre Meinung in Sachen Zusatzbeitrag und Gesundheitsfonds richtungsweisend für das gesamte Gesundheitssystem.

Kein Zusatzbeitrag für 2012 geplant

Der Verwaltungsrat der Barmer GEK berät fortlaufend über den Haushalt der Krankenkasse. Der Haushalt verheißt Gutes für die Versicherten: für das Jahr 2009 stellte man eine positive Abschlussbilanz fest. Ähnliche Ergebnisse gelten für 2010 und auch für 2011. Aufgrund stabiler finanzieller Verhältnisse bestehe zunächst kein akuter Handlungsbedarf und eine Erhebung von Zusatzbeiträgen sei für 2012 nicht vorgesehen.

Schuld für Zusatzbeiträge liegt bei Politik

Die Notwendigkeit einer Erhebung von Zusatzbeiträgen sieht die Barmer GEK-Vorstandsvorsitzende durch der Regierung forciert. Zwar würden sich die Finanzen des Gesundheitsfonds durch die Gesundheitsreform vorerst positiv entwickeln, jedoch würden zu viele gesundheitspolitische Maßnahmen die private Krankenversicherung stärken. So kritisierte sie, dass auch die privaten Krankenversicherungen von den Preissenkungen für Arzneimittel profitieren, welche die gesetzlichen Krankenversicherungen aushandeln. Die Bundesregierung müsse den Krankenkassen hingegen mehr vertragliche Spielräume eröffnen, damit diese mehr Qualität und Wirtschaftlichkeit in der medizinischen Versorgung erzielen könnten.

Barmer GEK-Landesgeschäftsführer Thomas Wortmann bemängelte, dass Kostensteigerungen im Gesundheitswesen künftig allein durch Zusatzbeiträge finanziert werden sollen. Dadurch finde eine einseitige Belastung der Versicherten statt.

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