Krankenkassen
Zusatzbeitrag der IKK
Die Versicherten der IKK müssen für das Jahr 2012 voraussichtlich nicht mit neuen Zusatzbeiträgen rechnen. Die Vereinigte IKK erhob als einzige Innungskrankenkasse einen Zusatzbeitrag von pauschal acht Euro im Monat. Dieser entfiel im Sommer 2011 mit der Fusion zur IKK classic. Die finanzielle Lage der Innungskrankenkassen ist jedoch ausgesprochen gut, sodass diese das Jahr 2012 zunächst ohne Zusatzbeiträge planen. Einige IKK haben zudem bereits für 2013 den Zusatzbeitrag ausgeschlossen.
Fusionen führen zu Einsparungen
Derzeit zahlen sich die verstärkten Fusionsaktivitäten vieler Innungskrankenkassen aus, denn im Laufe der vergangenen Jahre haben sich zahlreiche Landes-IKK zusammengetan. Die IKK classic beispielsweise profitiert von der Fusion, bei der sich die IKK Baden-Württemberg und Hessen, die IKK Hamburg, die IKK Sachsen und die IKK Thüringen zusammengeschlossen haben. Durch den Zusammenschluss ist der Einfluss auf Verhandlungen größer und Leistungen können zu günstigen Preisen erbracht werden. Die IKK gehört auch zu einer der wenigen gesetzlichen Krankenkassen, die bereits jetzt einen Zusatzbeitrag für das Jahr 2013 ausschließen.
Stabile Rücklagen bei den IKK
Die Innungskrankenkassen verfügen insgesamt über stabile finanzielle Rücklagen. Zusatzbeiträge können von den Krankenkassen erhoben werden, wenn das Geld aus den Gesundheitsfonds nicht ausreicht und auch die gesetzlich vorgeschriebenen Rücklagen aufgebraucht sind. Der Zusatzbeitrag darf in beliebiger Höhe erhoben werden. Arbeitgeber müssen sich nicht am Zusatzbeitrag beteiligen. Diesen hat der gesetzlich Versicherte selbst zu tragen. Geringverdiener erhalten jedoch finanzielle Unterstützung durch einen Sozialausgleich,
Die Innungskrankenkassen können insgesamt auf einen recht soliden Haushalt verweisen. Die IKK classic hat beispielsweise in 2011 einen Überschuss in Millionenhöhe erzielt. Ausnahme stellte lange Zeit die Vereinigte IKK als zweitgrößte Innungskrankenkasse dar. Die Vereinigte IKK hatte 2011 mit erheblichen finanziellen Defiziten zu kämpfen und stand seit längerem kurz vor einer Schließung. Um die Kasse retten zu können, musste im Frühling 2011 ein Zusatzbeitrag von pauschal acht Euro im Monat eingeführt werden. Auch dieser Schritt ließ die Krankenkasse jedoch nicht weiter gesunden, so dass nur eine Fusion die Schieflage beseitigen konnte.